Donau stromauf

Wir reihten die Tage auf Silberschnüre,
die über dem Wasser glänzten im Wind,
wir zogen stromauf in dem grünen
Gewoge, tag-nachtlang der rauschende
Wechselgesang.

Und unter den Füßen vibrierten die Kessel,
ihr Stampfen quoll auf in den Ohren, ging
unter im Schaben der Wellen am Schiffsrumpf,
ein Suchgeräusch: wo

endet das Harte, lässt Fließendes ein?
Jede Nacht, bei gedrosselter Fahrt,
schwappte der Strom uns in unruhige
Träume, in schwankenden Schlaf.