Von der Geduld des Windes

Schön schreibt der Wind
in den Sand am Meer.

Stetig, jahrhundert-
tausendelang schrieb er
und schreibt der Geliebte
der See seiner unsteten
Freundin unzählbare
Zeilen ferne dem Flutsaum
und fern ihren nassen
Lippen schreibt er

                                 
dies                       immer
     eine        Welle           dies        Wort
            Wort                         eine         Welle


zarteste Zeilen so ferne
dem Flutsaum und kein
Wellenwort je keines.
dem anderen gleich.