Wenn schrläg hinter meinem Haus
die Sonne untergeht, kann es passieren,
dass sie beim Sinken aus dem
Fenster gegenüber mir Lichtblitze
ins Zimmer schleudert.
Es scheint (aha, es scheint nur so!),
dass dieses Gleißen aus purem Licht
besteht. – Wenn ich denn wüsste,
was Schein und Licht unterscheidet.
May be it's just reflection, in any case.
Weiß und aus Stein: Gartenrosenblüten
auf einem Grab.
Nichts an einer Gartenrose ist hart, außer
den Dornen, manchmal vielleicht ein
zu lautes Rot. Weiß aber und steinern?
Perfekt geformte Blüten, die nicht welken
können, ihre kalte Schönheit nachgereicht
einem warm gewesenen Leben.
Wenn eine Vogelfeder
dir vor die Füße segelt
– perlgrau schimmernd
und zart weiß umsäumt –
sagt dir das nur
dass sie schön ist?
Oder liest du es so:
Wird Zeit, mal wieder
fliegen zu üben.
Unter wässriger Sonne begräbt
Februarsturm den Winter, zeigt
nahenden Wolken, wo es lang geht
ehe sie auch nur eine einzige
Flocke zur Erde bringen können.
Schon der Januar ließ keinen Raum
für weiße Träume, gab sich so lind
als wäre er der ältere Bruder des März.
Ob auch der sich bald geschlagen
geben wird, ungewollt mithilft bei der
Abschaffung altgedienter Jahreszeiten?
Von Gedanken zerfasert mein Tag
und voller Bitterstoffe – trotz eines
immer noch hellgesichtigen Himmels
über verglühenden Astern, überm
welken Gelb abgeernteter Felder
und Abschied nehmender Birken.
So anders als sonst, um Vieles matter
scheinen mir die Farbenspiele
dieses alt gewordenen Herbstes.
Vielleicht aber war Schattenkund
schon immer mein Fach, und nur
mein eingeübtes Lächeln nach außen
hat auch innen für Wärme gesorgt,
den Stein im Schuh* vergessen lassen?
*Hondurasische Redensart