Ende Oktober erschienen ·
ist in der polnischen Zeitschrift "wiadomosci koscianskie" mein Text "Szymborskas Haus" (siehe Leseproben Prosa). Der in Poznan lebende Lyriker und Übersetzer Eugeniusz Wachowiak hat ihn ins Polnische übertragen und an die Zeitschrift gesandt. Er setzt sich in seiner Heimat schon seit langem mit großem Engagement für deutsche Autoren ein.
Buchvorstellung in London ·
Am 1. April 2007 wurde „Between Languages / Zwischen Sprachen“ (erschienen bei Hearing Eye, London) im gut besuchten Torriano Meeting House in Londoner Stadtteil Kentisch Town vorgestellt.
Es war eine Lyriklesung im Wechselspiel zweier Sprachen – John Rety und Ruth Ingram englisch, Ingeborg Santor deutsch –, die dem Publikum (dem Beifall nach) ebenso viel Freude gemacht hat wie den Autoren/Übersetzerinnen.
(Übrigens: am 23. Mai hat John Rety auch zusammen mit Les Murray im Owl Bookshop in London gelesen – Murray's einzige Londoner Lesung dieses Jahr!)
“Work in progress” bis April 2007 ·
Die Übersetzerin meiner beiden Lyrikbücher, Ruth Ingram (London), machte mich 2006 auf die englische Autorin Judy Gahagan und deren ganz und gar ungewöhnliches poetisches Projekt aufmerksam: Gahagan hat unter dem Titel “Tours around the Soul of Ludwig” ein Poem – oder genauer: einen Zyklus von sechs langen Poemen – über Ludwig II. von Bayern verfasst. Was für eine Idee! Da aber der bayerische „Märchenkönig“ naturgemäß nicht unbedingt einen englischen Verleger finden würde, suchte Judy Gahagan eine Übersetzerin ins Deutsche, um vielleicht hierzulande eine zweisprachige Fassung herauszubringen. Ehe ich mich versah, war ich von einem Textauszug (den ich eigentlich nur aus Neugier kurz anlesen wollte!) so fasziniert, dass ich mich an die Arbeit machte...
Das ist jetzt viele Monate her und war eine Herausforderung, die mich sehr gereizt hat. Der Entstehungsprozess der deutschen Fassung und die intensive Zusammenarbeit mit der Autorin per e-mail, Post und Telefon hat mich nicht nur ständig in Atem gehalten, sondern mich auch jede Menge über Sprache – die eigene wie die fremde – gelehrt. Er war so aufregend und voller Höhen und Tiefen wie Schreiben immer ist, und vielleicht noch einen Tick darüber hinaus.
Inzwischen ist das zweisprachige, rund 100 Seiten starke Manuskript dabei, sich kritischen Lektoren- und Verlegeraugen zu stellen. Autorin und Übersetzerin sind sehr gespannt!